Wofür gibt die Kommune ihr Geld aus, wer profitiert davon? Die meisten Kommunen könnten diese Frage so pauschal nicht beantworten. Manche Kommunen haben sich entschlossen, dieser Frage auf den Grund zu gehen und zugleich die Macht der Finanzen zu nutzen, um sozialen Ungleichheiten entgegenzuwirken. Typischerweise möchte man mit Gender Budgeting mehr Chancengleichheit zwischen den Geschlechtern erreichen, Inklusion oder Integration verbessern.
Im Zuge des Gender Budgeting wird die aktuelle kommunale Ausgaben- und Förderpolitik untersucht und auf eine gerechte Verteilung hin analysiert. Darüber hinaus werden nicht nur zahlungswirksame Aspekte, sondern auch jene für eine funktionierende Gesellschaft essentiellen außerökonomischen Teile, wie z.B. das Ehrenamt oder Familienarbeit berücksichtigt. Ziel des Gender Budgeting ist, zukünftig die Aufstellung konsequent gendergerechter (bzw. inklusiver, etc.) Haushaltspläne zu gewährleisten.
Die Veranstaltung beginnt mit einem Impulsvortrag von Lydia Dietrich, die Gender Budgeting als Stadträtin in München mit eingeführt hat. Sie wird berichten, was gut und was weniger gut funktioniert, wo Chancen und Risiken liegen. Anna Hopfe, Grüne Stadträtin in Regensburg, wird darauf eingehen, was das für Regensburg bedeuten könnte, und Stefan Schmidt, Spezialist für kommunale Finanzen in der Grünen Bundestagsfraktion, schlägt den Bogen zur Bundespolitik.
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