Der zweijährlich vergebene Sepp-Daxenberger-Preis der bayerischen GRÜNEN geht 2019 an den Altlandrat von Schwandorf, Hans Schuierer. Mit seiner jahrelangen Auflehnung gegen die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf wurde er zum Symbol für friedlichen Widerstand in Bayern. Schuierers Standhaftigkeit ist auch 30 Jahre später Vorbild für Menschen mit politischer Verantwortung und heutige Widerstandsbewegungen.
Hinter dem geradlinigen und unbeugsamen Schuierer stand der Widerstand einer ganzen Region. Und damit ist dieser Preis auch stellvertretend für alle, die damals jahrelang für die Bewahrung ihrer Umwelt und demokratischen Rechte demonstrierten und auch für alle, die das heute für Freiheitsrechte und Klimaschutz tun. Der Geist von damals ist heute wieder lebendig und ziviler Widerstand ebenso bedeutend.
„Einen gesellschaftlichen Widerstand, wie wir ihn in Bayern vor 30 Jahren erlebt haben, erfährt derzeit ein Aufleben: Die lauten Proteste gegen das Polizeiaufgabengesetz und für bürgerliche Freiheitsrechte im vergangenen Jahr und die Fridays-for-Future-Bewegung junger Menschen für das Klima und unsere Lebensgrundlagen zeigen, wie lebendig der Widerstand ist“, so Sigi Hagl, Landesvorsitzende der bayerischen GRÜNEN.
Wie der Namensgeber des Preises ließ sich Hans Schuierer von seinen politischen Überzeugungen leiten und verteidigte diese mutig gegen erheblichen politischen Druck. Wie Sepp Daxenberger, der u.a. als grüner Landesvorsitzender und Fraktionsvorsitzender im Landtag für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen und Grundwerte kämpfte, ist auch Hans Schuierer ein Pionier in Bayern, in der Wahrung des Rechts, im Kampf für den Atomausstieg und den Schutz der Umwelt.
Beide Männer teilten die Vorstellung einer lebenswerten Umwelt und eines friedlichen Zusammenlebens der Menschen. Wie Daxenbergers Biograf Kohout gut darstellte, versteht sich der Grüne als Umwelt- und Heimatschützer – die beiden zentralen Anliegen seiner Politik. Nichts weniger wollte Schuierer. Verantwortlichkeit für die Heimat und die nachfolgenden Generationen zeigen und nicht wegsehen oder davonlaufen oder sich durch Angriffe der Obrigen entmutigen lassen.
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„Einen gesellschaftlichen Widerstand, wie wir ihn in Bayern vor 30 Jahren erlebt haben, erfährt derzeit ein Aufleben: Die lauten Proteste gegen das Polizeiaufgabengesetz und für bürgerliche Freiheitsrechte im vergangenen Jahr und die Fridays-for-Future-Bewegung junger Menschen für das Klima und unsere Lebensgrundlagen zeigen, wie lebendig der Widerstand ist“, so