Folgende Maßnahmen werden vorgeschlagen, um bürokratische Hürden abzubauen und die Installation von PV-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern und Hochhäusern zu erleichtern:
- Bereitstellung von Fördermitteln für vorbereitende Maßnahmen wie Machbarkeitsstudien und technische Begutachtungen, um die Entscheidungsfindung in Eigentümergemeinschaften und bei Vermietung zu erleichtern.
- Sicherstellung langfristig stabiler Rahmenbedingungen für Mieterstrommodelle, insbesondere durch Beibehaltung der Befreiung von Netzentgelten für lokal erzeugten und verbrauchten Strom sowie Sicherstellung günstiger steuerlicher Belange wie Gewerbe- und Einkommenssteuer.
- Zeitnahe Umsetzung der notwendigen Modernisierung der Zählertechnik und Installation von Smart Metern als Voraussetzung für effiziente Mieterstrommodelle.
- Einheitliche Eichfristen für digitale Zähler (moderne Messeinrichtung) und bestehende Ferraris-Zähler festlegen (bei den alten Ferrariszählern sind es heute 16 Jahre, bei den digitalen Zählern nur 8 Jahre).
- Es sind ein einheitlicher Kommunikationsstandard und einheitliches Datenformat anzustreben. Für die Kommunikation zwischen Smart Meter Gateway und steuerbaren Verbrauchern wie Wärmpumpen und Wall-Boxen sowie Batteriesystemen ist ein standardisiertes Datenprotokoll erforderlich.
- Zur Vereinfachung der Verwaltung und Abrechnung ist ein Berechnungsmodus vorzusehen, der eine wirtschaftliche Umsetzung von Projekten für die Eigentümer*innen sicherstellt und gleichzeitig Mieterinteressen berücksichtigt. So ist etwa rechtssicher zu regeln, dass vor Ort erzeugter PV-Strom im Rahmen der Nebenkostenabrechnung umgelegt werden kann.
- Bundesweit einheitliche Technischen Anschlussbedingungen (TAB) der Verteilnetzbetreiber.
- Bundesweit einheitliche, standardisierte Messkonzepte und Stromzählerplätze bzw. Zählerschränke, insbesondere für Verbraucher oder Erzeugungsanlagen mit Stromwandlermessung (> 63 A) mit dem Ziel einer schnell und einfach umsetzbaren kostengünstigen Elektroinstallation.
Beschlossen auf der Landesdelegiertenkonferenz 2025 in Erlangen.